|
|
|
Startseite
News & Termine
Creditreform Analysen
Regionale Analysen
Dienstleistungssektor in Norddeutschland 2011 ("DiNo")
Wirtschaftsanalyse
für den Dienstleistungssektor in Norddeutschland
Umfrage "DiNo 2011" / Perspektiven 2012
I. Vorbemerkungen
Seit nunmehr neun Jahren erheben der AGA Unternehmensverband und die Creditreform
Gesellschaften in Norddeutschland systematisch Konjunkturdaten für den norddeutschen
Dienstleistungssektor. An der Umfrage, die im Oktober 2011 durchgeführt worden ist, haben sich
1.015 Dienstleistungsunternehmen aus Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-
Vorpommern und Schleswig-Holstein beteiligt. Gefragt wurde u. a. nach der Umsatz- und
Gewinnentwicklung in den ersten zehn Monaten des Jahres 2011. Darüber hinaus wurden das In-
vestitionsverhalten und die Veränderung des Personalbestandes abgefragt. Bei den Erwartungen für 2012 haben wir zwischen dem ersten und dem zweiten Halbjahr unterschieden. Für die Auswertung wurden die Angaben der Unternehmen entsprechend gewichtet.
II. Basisdaten
Für "DiNo 2011" wurden aktualisierte Daten der amtlichen Statistik verwendet, die durch eigene Berechnungen ergänzt wurden. Danach gibt es in Norddeutschland derzeit rund 146.900 unternehmensnahe Dienstleister, in denen ca. 1.343.000 Personen arbeiten. Das sind 17 Prozent aller Beschäftigten des unternehmensnahen Dienstleistungssektors in Deutschland.
Tabelle 1: Unternehmen, Umsatz und Beschäftigte im unternehmensbezogenen Dienstleistungssektor
|
Unternehmen |
Anteil am
Bund in
Prozent |
Umsatz in
Mrd. EUR |
Anteil am
Bund in
Prozent |
Beschäftigte in 1.000 |
Anteil am
Bund in
Prozent |
Hamburg |
28.571 |
3,5 |
69 |
8,9 |
322 |
4,2 |
Schleswig-Holstein |
25.873 |
3,2 |
21 |
2,7 |
203 |
2,6 |
Niedersachsen |
73.676 |
9,1 |
59 |
7,6 |
618 |
8,0 |
Bremen |
7.734 |
1,0 |
17 |
2,2 |
110 |
1,4 |
Mecklenburg-Vorpommern |
11.039 |
1,4 |
7 |
0,9 |
89 |
1,2 |
Norddeutschland |
146.893 |
18,1 |
174 |
22,4 |
1.343 |
17,4 |
Bund |
809.877 |
|
777 |
|
7.726 |
|
Quellen:DiNo 2011, AGA Norddeutscher Unternehmensverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung e.V. und Creditreform Hamburg, Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen
In Hamburg sind 322.000 Personen im Bereich der Unternehmens-Dienstleistung tätig. In
Schleswig-Holstein sind es rund 203.000 Personen, in Niedersachsen rund 618.000, in Bremen
rund 110.000 und in Mecklenburg-Vorpommern rund 89.000 Personen.
Sowohl in Hamburg als auch in Bremen sind überdurchschnittlich viele Mitarbeiter im unternehmensnahen Dienstleistungssektor tätig. In Hamburg liegt der Anteil der sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten über 35 Prozent, in Bremen sind es 30 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern sind es
20 Prozent, in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen jeweils 19 Prozent. Im Bundesdurchschnitt
arbeiten 21 Prozent aller Beschäftigten im unternehmensnahen Dienstleistungssektor.
III. Dienstleistungsgruppen
Für die Umfrage „DiNo 2011“ wurden die Branchen
Dienstleistungsgruppen zusammengefasst:
Facility
Wach- und Sicherheitsunternehmen, Architekten-/Ingenieurbüros, Gebäudereinigung, Sicherheitstechnische
Dienste, Immobilienmakler, Haus- und Objektverwaltungen, Ver- und Entsorgung
Finanz-Dienstleistungen
Versicherungsmakler, Vermögensberater und -verwaltungen, Broker, Leasing- und Factoringgesellschaften,
Inkassobüros
Informationstechnologie
Systemhäuser, Internet-Dienstleister, Telekommunikationsanbieter, Netzwerkbetreiber, Provider,
Rechenzentren
Logistik
Containerdienste, Lagerhalter, Speditionen, Kurier- und Transportunternehmen, Hafenbetriebe,
Schiffsmakler, Reedereien
Marketing / Medien
Werbeagenturen, Call-Center, Lettershops, Promotionagenturen, Messe-Dienstleister, Marktforschung,
Print- und Musikverlage, Hörfunk- und TV-Produktionsunternehmen, Studiobetreiber,
Druckereien und Unternehmen der Druckvorstufen
Service
Labore, Catering, Auskunfteien, Mietkleidung, Zeitarbeit, Weiterbildungsinstitute, Arbeitsmedizinische
Dienste, Unternehmensberatung
IV. Umsätze und Gewinne
Der unternehmensnahe Dienstleistungssektor im Norden befindet sich weiter auf Wachstumskurs.
Im Durchschnitt aller Branchen lagen die Umsätze in den ersten zehn Monaten des Jahres 2011 um
5,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. 58 Prozent der Unternehmen meldeten
höhere Umsätze als im Vorjahr, nur noch 14 Prozent aller Dienstleister berichtet über Umsatzrückgänge. Die Gewinnsituation hat sich leicht verbessert. 41 Prozent der befragten Firmen
bewerten ihre Gewinnsituation als gut (Vorjahr: 36 Prozent), 13 Prozent als schlecht (Vorjahr
ebenfalls 13 Prozent). Die Geschäftserwartungen für 2012 sind zuversichtlich. Für das erste
Halbjahr erwarten die Unternehmen im Durchschnitt aller Branchen Umsatzsteigerungen von 2,9
Prozent, für das zweite Halbjahr sogar von 3,6 Prozent. Der DiNo-Indikator, der die Einschätzung
der gegenwärtigen und erwarteten Absatz- und Ertragslage zusammenfasst, ist um 3 Punkte
gestiegen. Er weist jetzt einen Stand von 134 Punkten auf (siehe Abb. 1 linke Kurve)
An den Teilindikatoren ist erkennbar, wie sich das Geschäftsklima in den einzelnen
Dienstleistungsgruppen entwickelt hat. Spitzenreiter sind – trotz eines Rückgangs um 15 Punkte –
die Finanzdienstleister, deren Indikator jetzt einen Stand von 147 Punkten aufweist. Gut behaupten
konnten sich die IT-Dienstleister, deren Indikator um 2 Punkte auf nunmehr 142 Punkten stieg. Mit
16 Punkten kräftig zulegen konnte der Bereich Marketing/Medien, der jetzt einen Wert von 139
Punkten aufweist. Die Teilindikatoren für die Bereiche Facility-Management, Logistik und Service
liegen zwischen 130 und 133 Punkten.
DiNo Indikatoren
2003 bis 2011
Die Abbildungen 2 und 3 zeigen, wie die aktuelle Lage und die Erwartungen für 2010 in den
einzelnen Dienstleistungsgruppen bewertet werden.

V. Investitionen
Rückschlüsse auf die konjunkturelle Entwicklung lässt das Investitionsverhalten der Unternehmen
zu. Im Durchschnitt aller Branchen wurden 2011 9,6 Prozent vom Umsatz investiert. Damit ist die
Investitionsquote gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozentpunkte gestiegen. Überdurchschnittlich
haben die Dienstleister in Hamburg (10,6 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (11,1 Prozent)
investiert. Unterdurchschnittlich, aber höher als im Vorjahr, ist die Investitionsquote mit 7,2 Prozent
in Bremen. Die hohe Investitionsquote belegt, dass die Unternehmen – wie erwartet – 2011 damit
begonnen haben, den Investitionsstau der Jahre 2009 und 2010 aufzulösen.
Daher überrascht es nicht, dass die Unternehmen die für 2012 geplanten Investitionen wieder
zurückfahren. 2012 wollen die Unternehmen ihr Investitionsvolumen im ersten Halbjahr um 0,9
Prozent und im zweiten Halbjahr um 0,5 Prozent aufstocken.
Hauptinvestitionsgrund ist naturgemäß die Ersatzbeschaffung. Der Anteil der Unternehmen, die in
Geschäftsausweitung investieren wollen, beträgt 35 Prozent (Vorjahr 37 Prozent). Der Anteil der
Unternehmen, die Rationalisierung als Investitionsmotiv angeben, beträgt 15 Prozent (Vorjahr 14
Prozent). Vor allem die Unternehmen der Informationstechnologie wollen kräftig in die Geschäfts-
ausweitung investieren, der Anteil liegt bei 48 Prozent (Vorjahr 50 Prozent).
Tabelle 2: Investitionsmotive
DL-Gruppe |
Ersatz |
Rationalisierung |
Geschäftsausweitung |
Facility |
67 |
18 |
27 |
Finanz-Dienstleistungen |
52 |
22 |
36 |
Informationstechnologie |
46 |
11 |
48 |
Logistik |
71 |
9 |
35 |
Marketing / Medien |
59 |
17 |
41 |
Service |
57 |
17 |
34 |
Durchschnitt aller Branchen |
62 |
15 |
35 |
VI. Beschäftigung
Die Zahl der Mitarbeiter ist im norddeutschen Dienstleistungssektor in den ersten zehn Monaten des
Jahres per Saldo um 3,5 Prozent gestiegen. Das sind rund 47.900 Arbeitsplätze in den fünf Küstenländern. 2012 wollen die norddeutschen Dienstleister ihre Belegschaften um durchschnittlich
1,7 Prozent aufstocken. Konkret bedeutet dies die Schaffung von rund 23.700 neuen Arbeitsplätzen.
Damit erweist sich der unternehmensnahen Dienstleistungssektor weiterhin als kräftiger Beschäftigungsmotor im Norden. Abbildung 4 auf Seite 6 zeigt die regionale Aufteilung bei der
Beschäftigungsentwicklung 2011 und für die Personalpläne 2012.
Beschäftigungsentwicklung 2011 und Personalpläne 2012 nach Regionen:
Den kräftigsten relativen Beschäftigungsanstieg weisen 2011 Bremen mit 4,3 Prozent, Hamburg mit
4,1 Prozent und Schleswig-Holstein mit 3,9 Prozent auf. Konkret sind das 4.700 Arbeitsplätze in
Bremen, 13.300 in Hamburg und 8.000 in Schleswig-Holstein. In Niedersachsen sind es mit einem
Plus von 3,3 Prozent 20.300 neue Stellen. Schlusslicht bei der Beschäftigungsbilanz 2011 ist
Mecklenburg-Vorpommern mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent, das entspricht 1.600 neuen Stellen.
2012 wird Hamburg die größte Beschäftigungsdynamik aufweisen. Die Dienstleister in Hamburg
planen ihre Belegschaften um durchschnittlich 2,6 Prozent aufzustocken, das entspricht rund 8.300
neuen Stellen. Die Unternehmen in Schleswig-Holstein wollen ihr Personal um 1,6 Prozent
aufstocken, das entspricht 3.300 neuen Stellen. Die Dienstleister in Niedersachsen planen ein
Beschäftigungsplus von 1,5 Prozent, das entspricht 9.500 neuen Arbeitsplätzen. In Bremen sind es mit einem Plus von 1,4 Prozent 1.500 neue Stellen. Die Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern
wollen ihre Belegschaften um 1,2 Prozent ausweiten, das sind 1.100 neue Stellen.
Beschäftigung in den Branchen
Die Beschäftigung hat sich in den einzelnen Dienstleistungsbranchen unterschiedlich entwickelt
(siehe Abbildung 5). Spitzenreiter beim Beschäftigungswachstum ist mit einem Plus von 5,0 Prozent
der Bereich Informationstechnologie. 2012 sollen die Belegschaften um weitere 3,4 Prozent auf-
gestockt werden. Zum IT-Bereich zählen u. a. Systemhäuser, Internetdienstleister, Telekommuni-
kationsanbieter und Rechenzentren. Mit einem Zuwachs von 4,7 Prozent hat sich auch die
Beschäftigung im Bereich Service überdurchschnittlich entwickelt – dazu zählen u. a. Labore,
Caterer und Personaldienstleister. 2012 sollen die Belegschaften um weitere 2,0 Prozent aufgestockt werden. Die Logistik-Wirtschaft weist 2011 ein Beschäftigungsplus von 3,3 Prozent auf.
2012 wollen die Logistik-Unternehmen ihre Belegschaften um weitere 1,1 Prozent erhöhen. Die
Unternehmen in den Bereichen Marketing/Medien – dazu zählen u.a. Werbeagenturen und
Call Center – und Facility-Management stockten ihre Belegschaften um 2,9 bzw. um 2,7 Prozent auf.
Für 2012 planen sie, ihre Belegschaften um durchschnittlich 1,8 bzw. 1,4 Prozent aufzustocken.
Das Schlusslicht der positiven Beschäftigungsbilanz bilden die Finanz-Dienstleister mit nur einem
leichten Zuwachs von 0,6 Prozent. Die Personalpläne sind aber weiter nach oben gerichtet: 2012
planen die Finanz-Dienstleister eine Ausweitung der Beschäftigung um weitere 1,5 Prozent.
VII. Fachkräftebedarf und Fachkräftemangel
Angesichts der weiterhin guten wirtschaftlichen Perspektiven und der nach oben gerichteten
Personalpläne steigt der Fachkräftebedarf im unternehmensnahen Dienstleistungssektor. Derzeit
sucht mehr als jedes dritte Unternehmen im Norden (36 Prozent) Fachkräfte. Dabei gibt es deutliche
regionale Unterschiede. Überdurchschnittlich hoch ist der Fachkräftebedarf mit 43 Prozent in
Bremen, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (39 Prozent), Hamburg (37 Prozent) und
Niedersachsen (36 Prozent). In Schleswig-Holstein geben 32 Prozent der Firmen an, Fachkräfte zu
suchen.
Die Auswertung nach Branchen zeigt einen überdurchschnittlichen Bedarf an Fachkräften in den
Bereichen Informationstechnologie (42 Prozent), Service (40 Prozent) und Logistik (39 Prozent).
Unter dem Durchschnitt liegt der Fachkräftebedarf bei den Finanzdienstleistern mit 28 Prozent, wie
Abbildung 7 zeigt.
Ein Indikator für den Fachkräftemangel ist der Zeitbedarf, der erforderlich ist, um offene Stellen mit
geeigneten Bewerbern zu besetzen. Zur Beurteilung dient der Unterschied zwischen dem
durchschnittlichen Zeitbedarf und dem aktuellen Zeitbedarf bei der Suche nach Fachkräften.
Aus Abbildung 8 wird deutlich, dass es derzeit mehr als 14 Wochen dauert, bis eine qualifizierte
Position besetzt ist, das sind 5,6 Wochen länger als die durchschnittliche Suchdauer. Besonders
deutlich zeigt sich der Fachkräftemangel im Bereich der Informationstechnologie. Während die
durchschnittliche Suchdauer 11 Wochen betrug, sind es derzeit 24 Wochen. Überdurchschnittlich
verschärft hat sich der Fachkräftemangel auch im Bereich Marketing/Medien. Derzeit dauert es mit
15 Wochen mehr als doppelt so lange, vakante Positionen zu besetzen.
Die regionale Auswertung zeigt, dass es vor allem in den Flächenländern Niedersachsen und
Mecklenburg-Vorpommern schwierig geworden ist, offene Positionen zu besetzen. Die aktuelle
Suchdauer beträgt 16 Wochen, durchschnittlich sind es rund 9 Wochen. Die geringsten Probleme,
Fachkräfte zu finden, haben die Dienstleister in Bremen. Dort dauert es mit knapp 12 Wochen nur
rund 2 Wochen länger als im Durchschnitt, qualifizierte Bewerber zu finden.
VIII. Branchen
Facility
Der Geschäftsklima-Indikator für den Bereich Facility ist um 9 Punkte gestiegen. Die Umsätze
stiegen um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzaussichten für 2012 sind etwas
verhaltener als im Durchschnitt aller Dienstleistungsgruppen. 35 Prozent der befragten
Unternehmen dort erwarten steigende, 14 Prozent sinkende Umsätze. Zwei Drittel aller Investitionen
sind Ersatzinvestitionen, nur 27 Prozent der Dienstleister im Facility-Managment gaben die
Geschäftsausweitung als Investitionsmotiv an. Die Unternehmen wollen ihr Personal um
durchschnittlich 1,4 Prozent ausweiten.
Finanz-Dienstleistungen
Trotz Rückgang des Konjunkturindikators für den Bereich Finanz-Dienstleistungen um 15 Punkte,
weist dieser Bereich mit 147 Punkten den höchsten Wert beim Geschäftsklima innerhalb aller
Dienstleistungsgruppen auf. Die Umsätze erhöhten sich 2011 um 5,7 Prozent gegenüber dem
Vorjahr. Die Personalkosten sind um 4,3 Prozent, die Sachkosten um 3,2 Prozent gestiegen. Bei
den Geschäftserwartungen für 2012 dominiert der Optimismus: 59 Prozent der Finanz-Dienstleister
gehen von steigenden Umsätzen, 47 Prozent von steigenden Gewinnen aus. Mit einem
Beschäftigungsplus von 0,6 Prozent im Jahr 2011 weist der Bereich der Finanz-Dienstleistungen ein
unterdurchschnittliches Beschäftigungswachstum auf. 2012 sollen die Belegschaften um
durchschnittlich 1,5 Prozent ausgeweitet werden.
Informationstechnologie
Die IT-Dienstleister weisen das stärkste Umsatz- und Beschäftigungswachstum innerhalb des
unternehmensnahen Dienstleistungssektors auf. Die Umsätze lagen um 7 Prozent über dem
Vorjahresniveau. Die Personalkosten sind um 5,3 Prozent, die Sachkosten um 3,9 Prozent
angestiegen. 53 Prozent der IT-Dienstleister erwarten höhere Umsätze in 2012. 40 Prozent gehen
von einer weiteren Verbesserung der Gewinnsituation aus. Die Investitionsquote liegt bei über
12 Prozent. 48 Prozent der IT-Dienstleister gaben an, in die Geschäftsausweitung zu investieren.
Der Personalbestand wurde 2011 um 5 Prozent aufgestockt, 2012 soll die Zahl der Mitarbeiter um
weitere 3,4 Prozent erhöht werden. Der Fachkräftemangel wird sich vor allem im IT-Bereich als
Wachstumsbremse erweisen. Die Suchdauer zur Besetzung vakanter Positionen hat sich von
durchschnittlich 11 Wochen auf derzeit 24 Wochen erhöht.
Logistik
Das Geschäftsklima bei den Logistik-Dienstleistern hat sich auf dem Vorjahresniveau stabilisiert.
Die Umsätze lagen mehr als 5 Prozent über dem Vorjahr. Die Sachkosten stiegen überdurchschnittlich um 5 Prozent. Die Aussichten für 2012 sind optimistisch. 44 Prozent der befragten
Logistik-Dienstleister gehen von höheren Umsätzen aus, nur 9 Prozent erwarten sinkende Umsätze.
44 Prozent der Unternehmen erwarten, dass sich leichte Preiserhöhungen von durchschnittlich
2 Prozent durchsetzten lassen. Jedes dritte Unternehmen geht davon aus, dass sich die
Gewinnsituation im nächsten Jahr verbessert, 20 Prozent erwarten einen Rückgang der Gewinne.
Marketing / Medien
Die Unternehmen im Bereich Marketing und Medien legten 2011 kräftig zu. Die Umsätze erhöhten
sich um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gewinnsituation hat sich weiter verbessert. Die
Unternehmen blicken zuversichtlich ins Jahr 2012. Der Geschäftsklima-Indikator ist in diesem
Bereich kräftig um 16 Punkte gestiegen.
Service
Die Unternehmen im Bereich Service erzielten in 2011 ein Umsatzplus von 4,7 Prozent gegenüber
dem Vorjahr. Die Unternehmen blicken zuversichtlich ins Jahr 2012. 43 Prozent der befragten
Unternehmen im Bereich Service erwarten Umsatzsteigerungen im ersten Halbjahr, sogar 48
Prozent für das zweite Halbjahr. Jedes dritte Unternehmen geht davon aus, dass sich die
Gewinnsituation verbessern wird. Mit 4,7 Prozent haben die Unternehmen ihr Personal kräftig
aufgestockt, für 2012 sollen die Belegschaften um weitere 2 Prozent ausgeweitet werden.
Im AGA Unternehmensverband sind mehr als 3.500 überwiegend mittelständische Unternehmen in
den fünf Küstenländern organisiert.
Folgende Creditreform-Gesellschaften mit insgesamt 14.000 Mitgliedern haben an der Umfrage
mitgewirkt:
Creditreform Braunschweig Creditreform Kiel
Creditreform Bremen Creditreform Leer
Creditreform Bremerhaven Creditreform Lübeck
Creditreform Buxtehude Creditreform Mecklenburg-Vorpommern
Creditreform Celle Creditreform Neumünster
Creditreform Flensburg Creditreform Nordhorn
Creditreform Göttingen Creditreform Oldenburg
Creditreform Goslar Creditreform Osnabrück
Creditreform Hamburg Creditreform Pinneberg
Creditreform Hameln Creditreform Uelzen
Creditreform Hannover Creditreform Wolfsburg
Creditreform Hildesheim
Creditreform Kiel
Creditreform Leer
Creditreform Lübeck
Creditreform Mecklenburg-Vorpommern
Creditreform Neumünster
Creditreform Nordhorn
Creditreform Oldenburg
Creditreform Osnabrück
Creditreform Pinneberg
Creditreform Uelzen
Creditreform Wolfsburg
Ansprechpartner:
Dr. Holger Eisold
AGA Norddeutscher Unternehmensverband
Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung e.V.
Kurze Mühren 2
20095 Hamburg
Tel.: (040) 30 80 1-151
Fax: (040) 30 80 1-107
E-Mail: holger.eisold@aga.de
Nikolaus von der Decken
Creditreform Hamburg von der Decken & Wall KG
Wandalenweg 8 – 10
20097 Hamburg
Tel.: (040) 2 36 04-228
Fax: (040) 2 36 04-227
E-Mail: n.decken@hamburg.creditreform.de
Dr. Holger Bissel
Creditreform Hannover-Celle Bissel & Kruschel KG
Hans-Böckler-Allee 26
30173 Hannover
Tel.: (0511) 54 08-204
Fax: (0511)54 08-215
E-Mail: h.bissel@hannover.creditreform.de
|
|
|